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Antoine de Saint-Exupéry

Wer war dieser Mann, der in seinem Heimatland Frankreich als der meist gelesene Romanautor gilt? Erlebnisse, Erfahrungen und Erkenntnisse von Antoine de Saint-Exupéry, Schriftsteller, Journalist und Flieger, hinterlassen Spuren in jedem einzelnen seiner Werke.

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Sir Peter Ustinov

Man nehme einen Menschen, gebe ihm Intelligenz, Talent, Humor, Bescheidenheit und ein weiches Herz. Dabei heraus kam ein Weltbürger dem man Respekt zollte und Sympathie entgegen brachte, der den Meisten, die seinen Namen kennen, auch heute noch ein Lächeln aufs Gesicht zaubert.

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Name:
Antoni Placid Gaudi y Cornet

Geburtsdatum:
25. Juni 1852

Geburtsort:
Reus (Spanien)

Todestag:
10. Juni 1926 in Barcelona (Spanien)

Sternzeichen:
Krebs (22.06.-22.07.)



Biografie (Teil 1) | Biografie (Teil 2)

Antonio Gaudi

Katalanischer Volksheld und Visionär

Von Melanie Mushak

Gaudi hatte eine ganz besondere Vorstellung von einem perfekten Gebäude, die nicht bei jedem Kollegen auf begeisterte Zustimmung stieß und oftmals für Skepsis sorgte, er selbst war jedoch von seinen Konstruktionen überzeugt. So bemängelte Gaudi an der gotischen Konstruktionsart, dass sie Strebebögen benötigt, um das Gewicht der Wölbungen aufzufangen und er forschte, durch welche Bauweise man auf die unliebsamen Stützen verzichten konnte. Er kam auf die Idee, seine Gebäude mit schrägen Baupfeilern auszurüsten, welche diese Mängel umgingen. Generell arbeitete Gaudi viel lieber in praktischen Anschauungen, räumlichen Projekten und Modellen, als auf dem Papier - was mit ein Grund dafür ist, dass nur sehr wenige Aufzeichnungen von seinen Objekten existieren. Für die Bogenkonstruktion der Kirche in der Kolonie Güell entwarf er beispielsweise ein Modell aus Schnüren, an deren Ende er je nach Belastung der Säulen und Pfeiler verschieden schwere Gewichte hängte. So erhielt er ein auf den Kopf gestelltes Modell des Baukörpers.

Nachdem sich Gaudi bisher fast ausschließlich auf Kirchen und Wohnbauprojekte konzentriert hatte, trat Güell schließlich mit den Plänen für eine Parkanlage nach englischem Vorbild an ihn heran. Es wurde, obwohl unvollendet und schlichter als ursprünglich geplant, zu einem phantasievollen und teilweise kühnen Werk des inzwischen gereiften Architekten. Im Anschluss an die Parkgestaltung erhielt Gaudi den Auftrag, zwei Wohnkomplexe die „Casa Battlo“ und die „Casa Mila“ zu erstellen, wo er schließlich den Höhepunkt seiner organischen (naturalistischen) Architektur erreichte. Während Gaudi bei der „Casa Battlo“ das Kunststück vollbringen musste, ein kleines, schmales Haus in einer Häuserreihe zu gestalten, stand ihm bei der „Casa Mila“ ein riesiges Eckgrundstück zur Verfügung. Das letztgenannte Haus wirkt wie ein unzerstörbarer Berg von Steinblöcken, in den Fenster und Erker wie Höhlen eingepasst wurden. Besonders für die Dachgestaltung hatte sich Gaudi etwas besonderes einfallen lassen: Da es in Barcelona keine Zentralheizungen gab und jedes Zimmer einzeln beheizt werden musste, zeigte er seine Kreativität in der Gestaltung zahlreicher Schornsteine, Lüftungsschächte und Treppenaufgänge, welche das begehbare Dach zu einer Landschaft werden ließen, die an den Park Güell erinnert.

Die Bevölkerung wusste nach Vollendung der Bauarbeiten nicht genau, wie sie auf die neuartigen Gebilde in ihrer Stadt reagieren sollte. Die Mischung aus mechanischer Konzeption, ausgeprägter plastischer Gestaltung sowie Tradition und Moderne machte es ihr schwer, die Bauwerke zu bewerten. Spitznamen wie „Steinbruch“, „Pastete“ oder „Hornissennester“ waren schnell im Umlauf und in den Zeitungen amüsierte man sich über satirische Karikaturen. Der Baumeister selbst ignorierte diese Anfeindungen und widmete sich mit voller Kraft seinem ehrgeizigsten Bauprojekt, der Kathedrale „Sagrada Familia“.

Gaudi war sich durchaus bewusst, welche Arbeit er sich mit dem Bau der Kirche auferlegt hatte und dass er dieses Werk nie werde vollenden können, doch dieser Gedanke belastete ihn kaum. „Eine Kathedrale wird nicht von einem einzigen erstellt, sie ist das Werk mehrerer Generationen“ pflegte er zu sagen, wenn man ihn darauf ansprach, während er mit dem Hut herumging, um Spenden für den Weiterbau zu sammeln. Die Kathedrale sollte eine Kirche der Armen werden, ausschließlich durch Stiftungen und Almosen finanziert. Bei der Wahl der Baumaterialien griff Gaudi jedoch nicht nur wegen der beschränkten finanziellen Mittel sondern auch aus Liebe zu seiner Heimat auf einfache Materialien wie Ziegelsteine, Keramik und Schmiedeeisen zurück, die traditionell im Handwerk Kataloniens eingesetzt wurden.

An der Außenfassade der Kathedrale entfaltete Gaudi großartige plastische Darstellungen des Erlösungswirkens Jesu (Geburt, Verkündigung, Tod). An der sogenannten Krippenfassade sind sogar alle in Katalonien vorkommenden Vogelarten vertreten. Die höchsten Türme über der Hauptfassade sind fast so hoch wie der Kölner Dom, die niedrigsten etwa zwölf Meter höher als die Kuppel des Klosters „El Escorial“, welches bis dahin das höchste Gebäude Spaniens war. Die zwölf Glockentürme stehen für die zwölf Apostel und die Portale wurden unter anderem nach den drei theologischen Haupttugenden Glaube, Hoffnung, Liebe benannt.

Ab dem Jahr 1914 lehnte Gaudi alle weiteren Aufträge ab, um sich nun ausschließlich dem Weiterbau der Kathedrale zu widmen. Dies führte sogar soweit, dass er von seinem Haus im Park Güell auf die Baustelle der „Sagrada Familia“ umsiedelte. So verbrachte er die letzten Lebensjahre in „seiner“ Stadt Barcelona, auf die er sich mit der Errichtung seiner 21 Bauwerke nahezu gänzlich beschränkt hatte. Nur vereinzelte Gebäude findet man in Leon (Casa de los Botines/Bischofspalast von Astorga) und Santander (Villa Quijano) sowie eine von ihm umgebaute Kathedrale auf Palma de Mallorca und Pläne für ein Hotel in New York.

Am Spätnachmittag des 5. Juni 1926 spazierte Gaudi, wie an jedem Tag nach der Arbeit, zur Kirche St. Philipp Neri, um dort zu beten. Unterwegs wurde er von einer Straßenbahn erfasst und ein Stück mitgeschleift. Gaudi sank bewusstlos zu Boden und war dringend auf ärztliche Hilfe angewiesen. Da die umstehenden Taxifahrer den Architekten nicht erkannten, der sich nur selten in der Öffentlichkeit zeigte, weigerten sie sich, den ärmlich gekleideten Mann in ein Krankenhaus zu bringen (für ihr Handeln wurden sie später schwer bestraft). Letztendlich nahmen sich Passanten des Schwerverletzten an und brachten ihn in das Hospital „de la Santa Creu“, wo Gaudi jedoch seinen Verletzungen erlag.

Zwei Tage später ging ein von tausenden Menschen gesäumter Trauerzug vom Krankenhaus durch die Straßen Barcelonas zur „Sagrada Familia“. In der Krypta der noch unvollendeten Kirche wurde Gaudi auf Anordnung der Regierung und mit der Zustimmung des Papstes beigesetzt.

Quellenangaben:
Mit freundlichem Dank an:
Melanie Mushak, 19.08.2009
Fotos: Daniel Dünner



 
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