Name:
Walton, Sam
Geburtsdatum:
29.03.1918
Geburtsort:
Kingfisher (Oklahoma, USA)
Todestag:
04.05.1992 (Betonville, USA)
Sternzeichen:
Widder (21.03. - 20.04)
Sam Walton
Seine Motivationskunst gilt als legendär. Sam Walton schaffte den Sprung vom Kleinkrämer zum zweitreichsten Mann der USA.
Wem das vertrauliche "Sam" nicht so recht über die Lippen wollte, nannte ihn Mr. Sam. 1962 eröffnete er zusammen mit seiner Frau Helen und seinem Schwager Bud den ersten Wal-Mart. Heute betreibt die Kette fast 3.000 Läden und beschäftigt 910.000 Mitarbeiter.
Im Alter von 65 Jahren - schon Milliardär - tänzelte Sam Walton vor einer Hand von Wall-Street-Brokern im Bast-Röckchen. In jenem Jahr 1984 hatte Sam einen Ruf zu verteidigen: den eines Chefs, der Wort hält. Sam Walten glaubte nicht mehr an weitere Verkaufsrekorde in seinen Discountern. Für den Fall, daß sie ihn vom Gegenteil überzeugten, hatte er seinen Leuten Anfang 1983 die öffentliche Hawaii-Einlage versprochen. Trotz der schwierigen Konjunktur schaffte die Belegschaft postwendend die Zuwachsrate des Vorjahres zu überbieten.
Sicherlich war es letztendlich ein PR-Gag, der Sam Walton in die Schlagzeilen rund um den Globus brachte. Doch Walton mit Hula-Hüftschwung ist bis heute - sechs Jahre nach seinem Tod - ein klassisches Exempel für die Motivationskünste des Wal-Mart-Gründers geblieben.
Seine Mitarbeiter werden konsequent "associates" (Partner) genannt. Sam Waltons Regel Nummer eins: Der Kunde hat immer recht. Gefolgt von der eisernen Regel Nummer zwei für jeden der 910.000 Beschäftigten: "Sollte der Kunde doch einmal unrecht haben, gilt Regel Nummer eins.". Das Management ist überzeugt, daß die hohe Motivation der Mitarbeiter neben den sprichwörtlichen Niedrigpreisen von Wal-Mart den wichtigsten Teil zu den zweistelligen Zuwachsraten beiträgt, die Wal-Mart in den 90er Jahren bei Umsatz und Produktivität aufzuweisen hat.
Die unternehmenseigene Philosophie haben auch die Beschäftigten der knapp zwei Dutzend Wertkauf-Märkte, die Wal-Mart Anfang des Jahres in Deutschland übernommen hat, zu spüren bekommen: Anfeuerungsschreie in Sportlermanie etwa, die Auszeichnung zur "Kassiererin des Monats" oder die streng verordnete Freundlichkeit dem Kunden gegenüber. Nun darf abgewartet werden, ob auch die 74 Interspar-Märkte, deren Kauf Wal-Mart gerade beschlossen hat, diese Philosophie ebenfalls übernehmen.
Seine visionären Dienstleistungsthesen formulierte Sam Walton schon 1960. Zu diesem Zeitpunkte hatte der menschenfreundliche, tiefreligiöse Walton bereits 15 kleine Lädchen in Betrieb, bevor er zwei Jahre später den ersten Wal-Mart in Rogers, Arkansas eröffnet. In seiner Autobiographie schrieb er: "Das Geheimnis des erfolgreichen Handels ist es, dem Kunden zu geben was er will." Und damit meinte Sam gute Qualität, Niedrigstpreise, garantierte Zufriedenheit beim und mit dem Einkauf, ein freundlicher kompetenter Service, freies Parken, lange Öffnungszeiten.
Quellenangaben:
Mit freundlichem Dank an:
Geld Online, 18.12.1998


