Millennium Tower
Vision aus dem Jahre 1989
Architekten: Foster + Partners
Geplant für: Japan, Tokyo
Aktueller Status: Auf unbestimmte Zeit verschoben.
Offzielle Webseite: Millennium Tower
Der Millenium Tower
Autark in 1.000 Meter Höhe
Von Günther Strauß
Tokio hat wie so viele andere Megacitiys weltweit mit Platz- und Landmangel zu kämpfen. Die Japanische Firma Obayashi Corporation erteilte daher den Architekten Foster + Partner den Auftrag, sich über ein hohes Gebäude vor der Küste Japans, der Tokyo Bay Gedanken zu machen. Heraus kam bei dieser Überlegung ein Turm, der bis zu 170 Stockwerke hoch sein sollte und Platz für bis zu 60.000 Menschen bietet. Wichtig war den Architekten hierbei die Selbstversorgung der Mega-Stadt mit eigenen Transportsystemen, eigener Energieerzeugung und der selbständigen Verarbeitung der in der Stadt anfallenden Abfälle. Somit wäre die vertikale Stadt absolut autark und unabhängig von äußeren Einflüssen.
Die untere Eben des Millennium Towers beherbergt Büros und Leichtindustrie. In den oberen Ebenen würden sich demnach Wohnungen, Kommunikationseinrichtungen, Wind-und Solarenergie-Generatoren befinden. Darüber hinaus gäbe es diverse Restaurants, Hotels, Kaufhäuser und etliche weitere Einrichtungen, die den täglichen Aufenthalt und die Freizeitgestaltung in dieser Megacity angenehm gestalten lassen. Natürlich gepaart mit einer mehr als gewaltigen Aussicht.
Geplant wäre auch ein High-Speed-U-Bahn-System mit Fahrzeugen, die zur Beförderung von bis 160 Personen geeignet sind. Diese würden sich dann sowohl vertikal als auch horizontal bewegen und die verschiedenen Ebenen miteinander verbinden. Genauso könnten die Ebenen über Highspeed-Aufzüge und Rolltreppen miteinander verbunden werden, die den Bewohnern des Millennium Towers freies herum wandern in der kompletten Stadt gewähren. Für Abwechslung sorgen verschiedene Plattformen, Terrassen, Gärten und Plätze die jedem Bewohner und Besucher ein Gutes Lebensgefühl vermitteln.
Die Vision des Millennium Towers zeigt ganz eindeutig die Entwicklung der Zukunft. Es wird in dicht besiedelten Gebieten kaum noch möglich sein in die Breite zu bauen, sich immer weiter auszuweiten. Die Lösungen der zukünftigen Stadtplanung gehen also entweder nach unten in die Erde oder eben wie bei diesem Projekt hoch in die Lüfte. Bei jeder dieser Überlegungen für zukunftsweisende Bauprojekte wird großer Wert auf Lebensqualität, nachhaltige Energieversorgung sowie der Vermeidung von Abfällen gelegt. Foster + Partner beweisen in ihrer Vision, dass leben in einem Hochhaus mit einer Verbesserung des Lebensgefühls einhergeht, da Wohnen, Arbeiten und Freizeitgestaltung in unmittelbarer Umgebung statt finden kann. Dieses spart auf lange Sicht Wege und somit Zeit, die dann wieder in Freizeit und Lebensqualität umgesetzt werden können.
Quellenangaben:
Mit freundlichem Dank an:
gilthserano, 10.04.2009


