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Victory City - Die Stadt der Zukunft

Eine einzigartige Gelegenheit für ein besseres Leben

Von Günther Strauß

Aerial View of a Victory City
Orville Simpson II kam 1936 auf die Idee der Victory City im Alter von nur 13 Jahren. Ganze 24 Jahre behielt er sich seine Vision im Kopf und erzählte niemanden davon aus Angst lächerlich zu erscheinen, bis er im Jahre 1960 beschloss an die Öffentlichkeit zu gehen. Simpson hatte keine Ausbildung in Architektur oder Design, dennoch skizzierte er sorgfältig das gesamte Victory City Modell mit allen Details. Um seine Zeichnungen zu ergänzen schrieb Simpson ein Manuskript mit allen Einzelheiten wie dem Nahrungsmittelsystem, Geschäften, Hotels, Schulen bis hin zur Gesundheitspflege. 38 Jahre dauerte die Ausarbeitung dieser Pläne, die nun auf ihre Verwirklichung warten.

Es ist Zeit für die Victory City

Im Zeitalter der Automatisierung und Elektronik kann die Bevölkerungs- und Stadtstruktur nicht mehr so weitergeführt werden wie wir es kennen. Unsere heutigen Städte schaffen es nicht das Wachstum der Elendsviertel einzudämmen, stehen mehr und mehr machtlos dem Verkehrschaos gegenüber, verschwenden unnütz Unmengen von Energie und oftmals leidet die Lebensqualität der Bewohner darunter. Eine Victory City liefert nach Meinung ihres Erfinders eine höhere Lebensqualität aber verbraucht weniger Geld, Energie und Naturressourcen. Eine Maßeinheit der Vicotry City bietet Lebens-, Arbeits- und Freizeitmöglichkeiten für über 45.000 Menschen.

Aerial View
Eine Victory City besteht völlig unabhängig von jeglichen anderen Städten. Nur die Straßen oder Zugverbindungen halten die Verbindung in unsere heutigen Städte oder die Städte der Zukunft. Gegenwärtig gibt es kein Gebäude, keine Stadt und kein Projekt irgendwelcher Art auf der Welt, die Ähnlichkeit mit den Plänen der Victory City hätten. Victoy City benötigt keine Steuerunterstützung einer Regierung wie unsere heutigen Städte, sie besitzt einen frei fließenden Verkehr ohne Ampeln oder Verkehrszeichen. Fernverkehr fließt nicht durch, sondern um die Stadt. In den Geschäften wird nicht mit Bargeld sondern per Geldkarte bezahlt. Ohne Kredit und Schulden. Die Möglichkeiten sind Endlos.

Genauso interessant gestaltet Simpson die Vision der Ernährung in Victory City. In großen Cafeterias werden jeden Tag frische Erzeugnisse aus den nahe gelegenen Gewächshäusern, von Fischfarmen und ähnlichem aufgetischt. Keine Konserven - somit werden nicht nur weniger Abfälle produziert sondern auch Energie gespart. Die Notwendigkeit an Fabriken, die Nahrungsmittel haltbar machen, Gefrierhäuser die die Nahrungsmittel aufbewahren sowie jede Menge LKW-Transporte die Erzeugnisse von A nach B bringen würden wegfallen. Da in Wohnungen keine Küchen mehr gebraucht würden, könnte der eingesparte Platz anderen Dingen, wie z.B. der Wohnqualität zur Verfügung stehen.

Circl-Serv Cafeteria
Insgesamt, so schätzt Simpson, könnte eine derartige Stadt der Zukunft die Kosten zu ihrem erhalt auf 1/10 der Kosten für den Betrieb einer heutigen Stadt senken. Durch ihr kompaktes und leistungsfähiges Design könnten die Victory City mehr Menschen auf kleinerem Platz mit mehr Lebensqualität und zugleich weniger Vergeudung an Ressourcen beherbergen.

Wenn etwas Neues versucht wird um alte Probleme zu lösen, wenn die Victory City wirklich in die Tat umgesetzt wird entsteht ein neues Problem, nämlich dieses, dass so viele alte Probleme gelöst worden sind und die Leute eine großen Überschuss an Zeit und Geld besitzen. Dieses wurde bei der Planung von Victory City berücksichtigt. Menschen in dieser "optimierten" Stadt der Zukunft haben endlich Zeit für Ausbildung, Wissenschaft, Kultur, Erholung, Sport und Spiel. Es würde für viele Bewohner möglich sein, ihre Extrazeit und ihren freien Geist für Dinge zu gebrauchen, die uns heute mangels Zeit und der nötigen Ruhe fehlen. Glückliche Menschen in einer glücklichen Stadt.

Mehr über die Visionen von Orville Simpson II, alle Einzelheiten zu Victory City sowie ausführliches Bildmaterial finden Sie auf der englischsprachigen Homepage.

Quellenangaben:
Mit freundlichem Dank an:
Victorycity.com, 02.06.2004

 
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