günstig werben auf www.gilthserano.de >>>


Bernd Eichinger

Filmproduzenten produzieren Träume - für andere und auch für sich selbst. Lesen Sie, warum gerade Erfolgsproduzent Bernd Eichinger keine Ausnahme macht! weiter >>>


Zwei Grad mehr, zwei Pole weniger

Zwei Grad mehr, zwei Pole weniger

Anlässlich des 50jährigen Jubiläums der Unterzeichnung des Antarktisvertrags treffen sich in Washington erstmals Minister des Arktischen Rats mit Vertretern der Antarktischen Vertragsstaaten zu einer gemeinsamen Konferenz.

weiter >>>



Nelson Mandela

Der erste schwarze Präsindent von Südafrika kämpfte sein Leben lang gegen die Unterdrückung der Schwarzen. Für diesen Kampf wurde er gedemütigt, kam in Haft und wurde erst nach 27 Jahren freigelassen. Der Friedensnobelpreis folgte sowie die Liebe eines ganzen Volkes.

weiter >>>


Evita Peron

Argentiniens Volksheldin war schon zu Lebzeiten ein gefeierter Mythos. Obwohl sie nie ein politisches Amt bekleidete, steuerte Perón gekonnt die Geschicke des Landes. weiter >>>


Name:
Otto Eduard Leopold
Graf von Bismarck

Geburtsdatum:
01.04.1815

Geburtsort:
Magdeburg (D)

Todestag:
30.07.1898 in Sachsenwald

Sternzeichen:
Widder (21.03.-20.04.)


Otto Graf von Bismarck

Preußisch-deutscher Staatsmann und erster Kanzler des Deutschen Reiches

1.April 1815 Geburt Bismarcks auf dem väterlichen Gut Schönhausen bei Magdeburg. Mütterlicherseits Sohn einer Beamtenfamilie, der Mencken sein Vater, Ferdinand von Bismarck, ist ein preußischer Landadliger. Bismarcks Mutter wollte, dass er viel lernt und viel werden sollte (in Brief schrieb er: "Als kleines Kind hasste ich sie, später hinterging ich sie mit Falschheit und Erfolg."; "Meinen Vater liebte ich wirklich ...", heißt es in demselben Brief).

Bismarck mochte von früh auf die Unabhängigkeit und Ungebundenheit des Lebens eines Landedelmannes, wie das des Vater diese beiden Positionen hatten einen weitreichenden Einfluss auf seine spätere Lebensgestaltung und seine Lebensziele zunächst aber verlief sein Leben unter dem dominierendem Einfluss der Mutter: das hieß (für Otto und Bruder Bernhard) Bildungsweg und schließlich Beamtenlaufbahn, um vielleicht später Minister zu werden im Alter von 6 Jahren kam er in ein Berliner Internat, die Plamannsche Lehranstalt (von Söhnen hoher preußischer Beamter besucht und von diesem Milieu bestimmt) 1827 wechselte Bismarck auf das Friedrich-Wilhelm-Gymnasium und dann 1830 bis zum Abitur an das berühmte "Graue Kloster" in Berlin (ein Gymnasium, das die Beamtenelite Preußens bildete) es folgte die nächste Etappe zur Beamtenlaufbahn: das Jurastudium; erst in Göttingen und dann in Berlin zu dieser Zeit häuften sich bei Bismarck Klagen über seine richtungs-und ziellose Existenz ("sich emporzudienen, sich sein ganzen Leben im Amt zu quälen, das könne doch nicht der Lebensinhalt sein") seine Laufbahn als Jurist und angehender Verwaltungsbeamter verlief alles andere als erfolgreich: er langweilte sich nämlich zu Tode und als er im Juni 1936 als Regierungsreferendar nach Aachen versetzt wurde geriet er schon bald in eine tiefe, lebensverändernde Krise, er hatte Gefühl, dass sein Leben weder Sinn noch Perspektive gewann diese Krise endete dann in einer Eskapade:er reiste kreuz und quer durch Deutschland, verliebte sich in eine junge Britin, verursachte riesige Spielschulden (da war er Anfang 20) Bismarck brach dann seine Beamtenlaufbahn ab und fasste endgültig den Entschluss "Landjunker" (Landedelmann) zu werden Krankheit und schließlich der frühe Tod der Mutter haben das letzte Hindernis auf dem Weg in die Welt des Vaters beseitigt - Wilhelmine von Bismarck starb 1839 Bismarck scheidet noch im selben Jahr aus dem Staatsdienst aus und übernimmt die Bewirtschaftung des väterlichen Gutshofes Kniephof, Pommern jedoch ahnte Bismarck bald, dass sich diese Rückkehr in die Welt der Väter als Sackgasse erweisen würde: er war einfach zu ehrgeizig und intelligent Bismarck war mehr als je zuvor auf der Suche nach dem Sinn seiner Existenz der "tolle Bismarck" hieß es schon bald in der Gegend wegen seiner Gelage und Eskapaden, aber auch wegen seiner Neigung plötzlich ein ganz anderer zu sein und sich nächtelang in Büchern zu vergraben Beschäftigung mit Philosophie, Kunst, Religion und Literatur (ausgeprägte literarischen Bildung) 1845 stirbt Bismarcks Vater - es folgt Übersiedlung Bismarcks auf das Gut Schönhausen 1847 Heirat Johanna von Puttkamer endgültige Bekehrung des "Tollen Bismarcks" - er erlangt wieder Vertrauen und Lebensmut.

In einem absolutistisch regiertem Staat wie Preußen führte in die Politik nur die Beamtenlaufbahn diesen Weg aber hatte Bismarck ausgeschlagen - nicht mal ansatzweise geschafft in diesem Sinne wurde die Revolution von 1848 zur Stunde Bismarcks der entschiedene Angriff, die tödliche Bedrohung der bestehenden Gesellschaftsordnung führten auch zu einem Wandel des Menschen Bismarck und so wurde der Verteidiger der Monarchie und des Bestehenden zum Gegenrevolutionär und Mann der Zeit, seine politische Karriere begann.

1847 war der konservative Bismarck Mitglied des preußischen Landtages geworden die Revolution von 1848 wollte er mit Gewalt unterdrückt sehen und die politischen Ansichten seiner Gegenspieler bestärkten ihn in seiner konservativen und monarchistischen Haltung politische Hauptziele Bismarcks:

  • konstiutionelle Monarchie
  • Erhaltung der Stellung des Adels
  • Abwehr der Machtansprüche des Bürgertums

Bismarck war ehrgeizig und hatte den leidenschaftlichen Wunsch etwas zu werden, wollte die Existenz des kleinen Gutsbesitzers hinter sich lassen persönliche Leitlinien waren:
  • Unabhängigkeit seines Privatlebens
  • weitgehende Autonomie als Politiker
  • Gewinnung einer politischen Stellung aus eigener Kraft

Er war Taktiker und Stratege, meisterhaft am Rednerpult und vermochte es geschickt wichtige Kontakte aufzubauen (er war von Natur aus auf aktives Handeln und Selbstbestätigung ausgerichtet). 1849 wurde Bismarck in die zweite Kammer des preußischen Landtages gewählt. Nach der Revolution wurde er Abgeordneter im Erfurter Parlament, führendes Mitglied der Konservativen Partei und Mitarbeiter der konservativen Kreuzzeitung Bismarck fehlte eine entsprechende Ausbildung und eine langjährige Erfahrung und trotz dessen wurde er 1851 Gesandter beim wiederhergestellten Deutschen Bundestages in Frankfurt seine Beförderung wurde heftig diskutiert, da er ja nicht im geringsten die Voraussetzungen für diese Tätigkeit mitbrachte die Beförderung war jedoch ein gewaltiger Sprung für den jungen Bismarck er jetzt schon eine recht wichtige Figur der preußischen Diplomatie und Politik geworden im Frankfurter Bundestag trat er für die Gleichberechtigung Preußens mit Österreich im Deutschen Bund ein vielen politischen Freunden wurde Bismarcks Streben nach Einfluss und Drang zur Macht unheimlich Bismarck war unablässig tätig: arbeitete, lernte, beobachtete, bereiste benachbarte Höfe um wichtige Persönlichkeiten kennenzulernen 1859 ging Bismarck als preußischer Botschafter nach Russland und 1962 nach Frankreich (fern von Entscheidungen) 1862 war in Preußen die Auseinandersetzung zwischen Regierung und Parlament über eine Heeresform zu einem scheinbar unlösbaren Konflikt geworden. Das von liberalen Kräften dominierte Parlament hatte die Heeresvorlage abgelehnt. In dieser Situation war König Wilhelm I. auf die Hilfe Bismarcks angewiesen - und berief diesen im September 1862 als preußischen Ministerpräsidenten.

Bismarck beendete den Heereskonflikt im Sinne der Krone: er löste das Parlament auf - regierte dann, gestützt durch die Lückentheorie, ohne vom Parlament gebilligtem Etat weiter. Mit seiner "Blut-und Eisenrede" ("Die großen Probleme unserer Zeit [Anm.: Die Einigung Deutschlands] lassen sich nur durch Blut und Eisen lösen.") hatte Bismarck bei Amtsantritt seine Aktion gerechtfertigt Das Bild Bismarcks verlor zu dieser Zeit jede Eindeutigkeit: Einige sahen in ihm prinzipienfesten Verteidiger der bestehenden Ordnung (Beharren auf Monarchie); andere einen Zerstörer aller&xnbsp; Ordnungen (Staatsneu- und Staatsumgründung / Modernität d. Norddeutschen Bundes) Bismarck war also sehr flexibel in seiner Politik, um seine Ziel zu erreichen.

Das Verhältnis zwischen Preußen und Österreich (Dualismus) im deutschen Bund wollte Bismarck zugunsten Preußens ändern. Bismarck provoziert einen Krieg mit Österreich (preußisch-österreichischer Krieg 1866)

Die Folgen des Krieges:
  • Gründung des Norddeutschen Bundes&xnbsp;
  • Beilegung des Preußischen Verfassungskonfliktes

Der nationale Charakter des deutsch-französischen Krieges (1870/71) ermöglicht die Gründung des Deutschen Kaiserreiches 18.01.1871. In der Folgezeit kann Bismarck die Position des Deutschen Reiches durch ein ausgeklügeltes Bündissystem sichern (neuer Machtblock in Europa stört Kräftegleichgewicht)
Beispiele: Dreikaiserabkommen - Zweibund mit Österreich - Dreibund
Bismarck, der nun Reichskanzler geworden ist, hatte damit sein Ziel erreicht: Einigung Deutschlands unter preußischer Führung trotz dieser großen außenpolitischen Erfolge scheitert Bismarcks Innenpolitik.

Innenpolitisch scheitert die Politik Bismarcks bezüglich des Kulturkampfes und im Kampf gegen die Sozialdemokratie. Mit dem Kulturkampf wollte er das antiliberale katholische Zentrum ausschalten, provozierte damit jedoch neue innenpolitische Konfrontationen und musste gegenüber katholischer Kirche einlenken. Sozialistengesetz von 1878, Verbot aller sozialdemokratischen, sozialistischen und kommunistischen Vereinigungen. Sein Ziel: die Sozialdemokratie zu zerschlagen, es beschwor jedoch eine neue innenpolitische Krise herauf. Sozialgesetzgebung stellt eine bleibende positive Errungenschaft dar (Unfall-, Invalidenvers.)

Als Bismarck am 10.Mai 1871 seine Unterschrift unter den endgültigen Friedensvertrag mit Frankreich setzte, war er auf dem Höhepunkt seiner politischen Laufbahn angelangt. Seine großen außenpolitischen Erfolge, seine Stetigkeit, sein Maß, Festhalten am Bewährten führten zur Legendenbildung um Bismarck.

Kaiser Wilhelm II. entließ Bismarck am 20. März 1890 wegen unüberbrückbarer persönlicher und politischer Gegensätze aus seinem Amt. Bismarck zog sich daraufhin auf sein Landgut im Sachsenwald zurück, er starb am 30. Juli 1898.

Quellenangaben:
Mit freundlichem Dank an:
Günther Strauß
gilthserano, 13.07.2002


copyright 2009 © Gilth Serano. Alle Rechte liegen beim Verfasser. Vervielfältigung oder Kopie der urheberrechtlich geschützten Beiträge nur mit Genehmigung des Urhebers gestattet.
 
www.gilthserano.de Im Web