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Danny Kaye wurde als Sohn eines
russisch-jüdischen Immigranten geboren. Zwar besucht Daniel David
Kaminsky die Jefferson High School, doch der Bankrott des Vaters (ein Schneider)
macht ein
Studium unmöglich. Bevor Kaye 1944 sein Leinwanddebüt in "Up in
Arms" gab, hatte er schon eine sehr bewegte Laufbahn in allen möglichen
Berufen (Kellner, Laufbursche,
Buchhalter und Versicherungsagent) hinter sich. Kaye tingelt - bereits unter dem Namen Danny Kaye
- als Komiker und Sänger durch die Lande, bis er schließlich 1926 als Clown
und Artist in einem Varieté, dem "Three Terpsichoreans"
landet.
Den großen Durchbruch hatte Kaye
1939: In
"Strohhutrevue" wird er am Broadway gefeiert. 1940 heiratet Danny Kaye Sylvia
Finne, die für ihren Mann Texte und Songs schreibt. Groß sind auch die
Erfolge im New Yorker Nachtlokal "La Martinique" und in verschiedenen
Broadway-Musicals wie "Lady in the Dark" von Moss Hart und Kurt Weill.
Kaye brachte es fertig, in "Lady in the Dark" die
Namen von 54, zum Teil erfundenen russischen Komponisten in 38
Sekunden herunter zu rasseln. Schon bald war der Komiker berühmt
für seine überzogene Grimassen- und Zungenfertigkeit.
In kurzen Kinokomödien tritt er bei den Educational Pictures auf. 1944
verpflichtet ihn Samuel Goldwyn nach Hollywood. Kayes erster Kinoerfolg "Up in Arms" von Elliott Nugent
war sein Durchbruch auf der Kinoleinwand. Der Film
wurde ein Riesenerfolg, nicht zuletzt dank der Gags und
Texte, die Kaie Frau Sylvia Finne für ihren Mann
geschrieben hatte.
1945 spielt er
erstmals an der Seite von Virginia Mayo in "The Wonderman - mein
zauberhafter Bruder" von Bruce Humberstone. Sie ist auch seine Partnerin in
"Das Doppelleben des Herrn Mitty" (1947) von Norman Z. McLeod.
Sein Image war das des etwas naiven, aber
liebenswerten Jünglings, der immer wieder in haarsträubende
Situationen stolpert. Ein Image, das er 1952 in der Titelrolle
von "Hans Christian Andersen und die Tänzerin" als
sensibler und etwas weltfremder Märchenerzähler beibehielt.
Zwei Jahre später drehte Kaye zusammen mit Bing Crosby seinen
wohl bekanntesten Film "Weiße Weihnacht". Zwar konnte
er seinem Partner bei den Gesangsnummern nicht das Wasser
reichen, komödiantisch war er ihm jedoch weit überlegen.
Jedoch, bei all den großen Erfolgen
bleibt "Das Doppelleben des Herrn Mitty" für viele Kritiker der
Glanzfilm seiner Karriere, jener Film, der ihn, intensiver noch als der
"Der Held des Tages - The Kid from Brooklyn" (1946), ebenfalls von
Norman Z. McLeod, zu jenem typisch amerikanischen Helden formt, der Danny Kaye
bekannt und beliebt macht. Hier ist er der schüchterne Jüngling, vollgestopft
mit Komplexen und zerquetscht von der Metropole, und nach und nach findet er
durch die Liebe einer faszinierenden jungen Frau zu sich selbst, er gewinnt
Vertrauen in sich und besteht bravourös die tollsten Abenteuer.
Als man Kaye während seiner Tournee für die seine einzige Tragikomödie -
Peter Glenvilles "Jakobowsky und der Oberst" (1958) - fragte, welche
seiner Filme ihm die liebsten seien, sagte er: "Natürlich wäre es
ungalant, wenn ich diesen meinen letzten Film nicht als den größten,
bedeutendsten und wichtigsten meiner Karriere nennen würde. Das bin ich allein
dem Thema schuldig. Doch darüber hinaus liebe ich 'Der Hofnarr' sowie 'König
der Spaßmacher' von Michael Kidd, da beide meinem Naturell als Clown
entsprechen. Und natürlich liebe ich jede kleinste Szene mit Virginia
Mayo."
In "König der Spaßmacher" spielt der brillante Komiker einen College-Lehrer, der die verrücktesten Dinge anstellt, um bei seinem Vater in
Achtung zu steigen. Die Musik von Saul Chaplin ist nicht immer originell, die
Story hauchdünn, aber Kaye ist fabelhaft.
1960 gründete Kaye eine Fernsehgesellschaft. Dort produziert er unter anderem
ab 1963 die
"Danny Kaye Show". 1976 spielt Kaye den Holzschnitzer Geppetto in
dem
TV-Musical-Version von "Pinocchio" und einen Überlebenden des
Holocaust in dem TV-Film "Skookie" (1981). Danny,
der sein Leben lang der Musik verfallen war, dirigierte mehrmals
berühmte Symphonieorchester.
Engagement für die UNICEF:
Seit den
50er Jahren UNICEF-Botschafter, tourte der Entertainer immer wieder für den
guten Zweck mit seinen Shows um die ganze Welt, trat vor Kindern in der Dritten
Welt auf und spendete einen Großteil seiner Gagen. Dieses Engagement brachte
ihm den inoffiziellen Titel "Der Engel von Brooklyn" ein, und UNICEF
ernannte ihn 1983 zum Ehrendelegierten.
Danny Kaye war der erste UNICEF-Botschafter und
über 34 Jahre in dieser Position tätig.
Hier noch einige wichtige
Daten:
Danny
Kaye erhielt zweimal den "Golden Globe". 1952 für
"An der Riviera" und für "Jakobowsky und der
Oberst" aus dem Jahre 1958.
1954
erhielt er gemeinsam mit Greta Garbo den Ehren-Oscar für
sein Gesamtwerk.
1981 wurde
Danny Kaye von der Amerikanischen Filmakademie für seine
humanitäre Arbeit mit dem "Jean-Hersholt Humanitarian
Award" ausgezeichnet.
1983
wurde er zum Ehrendelegierten der Unicef ernannt.
Am 3. März 1987 verstarb Danny Kaye im Alter von
74 Jahren in Los Angeles an den Folgen einer
Herz-Attacke.
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Quelle:
Gilth Serano,
26.02.2003
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