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Herausragend sind Filme wie "A Song is Born - Die Danny Kaye Story" von Howard Hawks, "Der Revisor"/"Die sündige Stadt" (1949), Henry Kosters freie Adaption von Gogols Satire, "Der Hofnarr" (1956) von Norman Panama und Melvyn Frank, die beide schon "Knock on Wood - Die Lachbombe" (1954) mit Kaye gedreht haben.
"Der Hofnarr" ist einer seiner erfolgreichsten Filme; Kaye hat ihn selbst für die Paramount produziert. Und hier zeigt er gerade die verschiedenen Formen der Begabung: Pantomime, die Kunst der Sprachverwirrrung und sein schauspielerisches Komödiantentum.
Katharine Hepburn
Katharine Hepburn
14 Oscar- Nominierungen, 4 mal den Award als Beste Hauptdarstellerin. Sie ist bis heute die einzige Schauspielerin die dieses geschafft hat.
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Name:
Kaminsky, David Daniel
Künstlername:
Danny Kaye
Geburtsdatum:
18.01.1913
Geburtsort:
Brooklyn, New York
Todestag:
03.03.1987
Sternzeichen:
Steinbock (22.12. - 19.01.)
 

 
Biografie Filmografie

 

BIOGRAFIE

 

Der Spaßvogel Kaye war erster UNICEF-Botschafter

Von Günther Strauß

 

Danny Kaye wurde als Sohn eines russisch-jüdischen Immigranten geboren. Zwar besucht Daniel David Kaminsky die Jefferson High School, doch der Bankrott des Vaters (ein Schneider) macht ein Studium unmöglich. Bevor Kaye 1944 sein Leinwanddebüt in "Up in Arms" gab, hatte er schon eine sehr bewegte Laufbahn in allen möglichen Berufen (Kellner, Laufbursche, Buchhalter und Versicherungsagent) hinter sich. Kaye tingelt - bereits unter dem Namen Danny Kaye - als Komiker und Sänger durch die Lande, bis er schließlich 1926 als Clown und Artist in einem Varieté, dem "Three Terpsichoreans" landet.

Den großen Durchbruch hatte Kaye 1939: In "Strohhutrevue" wird er am Broadway gefeiert. 1940 heiratet Danny Kaye Sylvia Finne, die für ihren Mann Texte und Songs schreibt. Groß sind auch die Erfolge im New Yorker Nachtlokal "La Martinique" und in verschiedenen Broadway-Musicals wie "Lady in the Dark" von Moss Hart und Kurt Weill. Kaye brachte es fertig, in "Lady in the Dark" die Namen von 54, zum Teil erfundenen russischen Komponisten in 38 Sekunden herunter zu rasseln. Schon bald war der Komiker berühmt für seine überzogene Grimassen- und Zungenfertigkeit.

In kurzen Kinokomödien tritt er bei den Educational Pictures auf. 1944 verpflichtet ihn Samuel Goldwyn nach Hollywood. Kayes erster Kinoerfolg "Up in Arms" von Elliott Nugent war sein Durchbruch auf der Kinoleinwand. Der Film wurde ein Riesenerfolg, nicht zuletzt dank der Gags und Texte, die Kaie Frau Sylvia Finne für ihren Mann geschrieben hatte.

1945 spielt er erstmals an der Seite von Virginia Mayo in "The Wonderman - mein zauberhafter Bruder" von Bruce Humberstone. Sie ist auch seine Partnerin in "Das Doppelleben des Herrn Mitty" (1947) von Norman Z. McLeod.

Sein Image war das des etwas naiven, aber liebenswerten Jünglings, der immer wieder in haarsträubende Situationen stolpert. Ein Image, das er 1952 in der Titelrolle von "Hans Christian Andersen und die Tänzerin" als sensibler und etwas weltfremder Märchenerzähler beibehielt. Zwei Jahre später drehte Kaye zusammen mit Bing Crosby seinen wohl bekanntesten Film "Weiße Weihnacht". Zwar konnte er seinem Partner bei den Gesangsnummern nicht das Wasser reichen, komödiantisch war er ihm jedoch weit überlegen.

Jedoch, bei all den großen Erfolgen bleibt "Das Doppelleben des Herrn Mitty" für viele Kritiker der Glanzfilm seiner Karriere, jener Film, der ihn, intensiver noch als der "Der Held des Tages - The Kid from Brooklyn" (1946), ebenfalls von Norman Z. McLeod, zu jenem typisch amerikanischen Helden formt, der Danny Kaye bekannt und beliebt macht. Hier ist er der schüchterne Jüngling, vollgestopft mit Komplexen und zerquetscht von der Metropole, und nach und nach findet er durch die Liebe einer faszinierenden jungen Frau zu sich selbst, er gewinnt Vertrauen in sich und besteht bravourös die tollsten Abenteuer.

Als man Kaye während seiner Tournee für die seine einzige Tragikomödie - Peter Glenvilles "Jakobowsky und der Oberst" (1958) - fragte, welche seiner Filme ihm die liebsten seien, sagte er: "Natürlich wäre es ungalant, wenn ich diesen meinen letzten Film nicht als den größten, bedeutendsten und wichtigsten meiner Karriere nennen würde. Das bin ich allein dem Thema schuldig. Doch darüber hinaus liebe ich 'Der Hofnarr' sowie 'König der Spaßmacher' von Michael Kidd, da beide meinem Naturell als Clown entsprechen. Und natürlich liebe ich jede kleinste Szene mit Virginia Mayo."

In "König der Spaßmacher" spielt der brillante Komiker einen College-Lehrer, der die verrücktesten Dinge anstellt, um bei seinem Vater in Achtung zu steigen. Die Musik von Saul Chaplin ist nicht immer originell, die Story hauchdünn, aber Kaye ist fabelhaft.

1960 gründete Kaye eine Fernsehgesellschaft. Dort produziert er unter anderem ab 1963 die "Danny Kaye Show". 1976 spielt Kaye den Holzschnitzer Geppetto in dem TV-Musical-Version von "Pinocchio" und einen Überlebenden des Holocaust in dem TV-Film "Skookie" (1981). Danny, der sein Leben lang der Musik verfallen war, dirigierte mehrmals berühmte Symphonieorchester.

Engagement für die UNICEF:

Seit den 50er Jahren UNICEF-Botschafter, tourte der Entertainer immer wieder für den guten Zweck mit seinen Shows um die ganze Welt, trat vor Kindern in der Dritten Welt auf und spendete einen Großteil seiner Gagen. Dieses Engagement brachte ihm den inoffiziellen Titel "Der Engel von Brooklyn" ein, und UNICEF ernannte ihn 1983 zum Ehrendelegierten.

Danny Kaye war der erste UNICEF-Botschafter und über 34 Jahre in dieser Position tätig.

Hier noch einige wichtige Daten:

Danny Kaye erhielt zweimal den "Golden Globe". 1952 für "An der Riviera" und für "Jakobowsky und der Oberst" aus dem Jahre 1958.

1954 erhielt er gemeinsam mit Greta Garbo den Ehren-Oscar für sein Gesamtwerk.

1981 wurde Danny Kaye von der Amerikanischen Filmakademie für seine humanitäre Arbeit mit dem "Jean-Hersholt Humanitarian Award" ausgezeichnet.

1983 wurde er zum Ehrendelegierten der Unicef ernannt. 

Am 3. März 1987 verstarb Danny Kaye im Alter von 74 Jahren in Los Angeles an den Folgen einer Herz-Attacke. 

 


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Quelle: Gilth Serano, 26.02.2003

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