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Name:
von Siemens, Ernst Werner

Geburtsdatum:
13.12.1816

Geburtsort:
Lenthe (D)

Todestag:
06.12.1892 in Berlin

Sternzeichen:
Schütze (23.11.-21.12)


Ernst Werner von Siemens

Gründer eines Weltkonzerns

Von Chrischan Behrens

Ernst Werner Siemens begründete mit seinen elektrischen Erfindungen den weltweiten Siemens-Konzern. Die meisten seiner Erfindungen fanden Eingang in das alltägliche Leben. Zu seinen ersten Erfindungen gehörten der Zeigertelegraph und die elektrische Dynamokraftmaschine. 1881 baute er die erste elektrische Eisenbahn der Welt in Berlin.

Ernst Werner Siemens wurde als ältestes Sohn eines Gutspächters am 13. Dezember 1816 in Lenthe bei Hannover geboren.

Die Familie von Ernst Werner Siemens zog aus wirtschaftlichen Gründen im Jahr 1823 nach Lübeck. Siemens erhielt Privatstunden und besuchte später das Gymnasium in Lübeck.

Den Schulbesuch brach er vorzeitig ab. Im Jahr 1834 verließ er Lübeck und zog nach Berlin. Dort wurde er Offiziersanwärter in der Artillerie der preußischen Armee.

Siemens erhielt die Möglichkeit, drei Jahre an der Berliner Ingenieur- und Artillerieschule Mathematik, Chemie, Physik und Ballistik zu studieren. Im Jahr 1838 wurde er Leutnant. Im Jahr darauf starb seine Mutter und ein weiteres Jahr darauf sein Vater. Bis zum Jahr 1849 blieb er beim Militär.

Im Jahr 1842 erfolgte der endgültige Umzug nach Berlin. Werner Siemens war auf dem Gebiet der Telegrafie tätig und verdiente so sein Geld für den Unterhalt seiner jüngeren Geschwister.

1846 erfand der den Zeigertelegraph. Draufhin rief er im im folgenden Jahr zusammen mit dem Universitätsmechaniker J.G. Halske das Unternehmen "Telegraphen-Bauanstalt Siemens & Halske" ins Leben.

Es war der Grundstein zu dem späteren Weltkonzern Siemens.

Im Jahr 1848 erhielt er den öffentlichen Auftrag, die Telegrafenlinie Berlin-Frankfurt mit seinem Zeigertelegrafen auszustatten. Im Jahr 1853 arbeitete er im Auftrag der russischen Regierung und erneuerte die dortige Telegrafenlinie. 1855 gründete er eine Niederlassung in St. Petersburg.

Die Auftragslage dort entwickelte sich sehr positiv, so dass er mit diesen Geschäftsgewinnen die heimische Wirtschaftskrise glücklich überstand. In dieser Zeit erfand er Messinstrumente, Relais und andere technische Errungenschaften.

Werner Siemens entwickelte ein Verfahren zur Legung von Tiefseekabeln, das er im Jahr 1857 im Auftrag der britischen Regierung erprobte. Im Jahr darauf gründete eine weitere Niederlassung in London, die von seinem Bruder Wilhelm Siemens geführt wurde. Außerdem eröffnete er einen Betrieb in Wollwich zur Herstellung von Kabeln.

In der Zeit von 1862 bis 1866 war Siemens für die Fortschrittspartei Mitglied im preußischen Landtag. In dieser Funktion trieb er den Auslandsmarkt für Produkte aus Deutschland voran.

1866 entdeckte er das dynamoelektrische Prinzip, das sich sowohl technisch als auch wirtschaftlich als eine bedeutende Entdeckung herausstellte. Siemens baute daraufhin die erste Dynamomaschine und begann 1879 mit der Produktion. Damit begann das Zeitalter der Starkstromtechnik.

Im Jahr 1868 begannen die Arbeiten zu der rund 11.000 Kilometer langen Telegrafenlinie zwischen London, Teheran und Kalkutta. Nach circa zwölf Jahren Bauzeit waren die Arbeiten abgeschlossen. Ab dem Jahr 1867 führte Siemens das Unternehmen allein weiter, sein Partner Halske war ausgestiegen.

Zu den Auszeichnung von Werner Siemens zählen unter anderem die Ehrendoktorwürde, die er im Jahr 1860 von der Universität Berlin angetragen bekam.

Im Jahr 1873 wurde er in die preußische Akademie der Wissenschaften aufgenommen. Und 1888 wurde er für seine Verdienste von Kaiser Wilhelm I. in den Adelsstand erhoben, er nannte sich ab diesem Zeitpunkt Werner von Siemens.

1874 verband er Irland mit Amerika durch ein antlantisches Unterwasserkabel. Vorschläge von Siemens führten im Jahr 1877 zur Verabschiedung des ersten deutschen Patentgesetzes. Im Jahr darauf erfand er die elektrische Straßenbeleuchtung.

Im Jahr 1879 entwickelte er die erste elektrische Eisenbahn der Welt und präsentierte sie im gleichen Jahr auf der Berliner Gewerbeschau der Öffentlichkeit. Zwei Jahre später baute er die erste elektrische Eisenbahn der Welt in Berlin, die in Betrieb genommen wurde.

1880 war er Mitbegründer des "Elektrotechnischen Vereins", heute bekannt unter VDE. - Verband deutscher Elektrotechniker. 1887 trug Werner Siemens zur Gründung der Physikalisch-Technischen Reichsanstalt bei.

Werner von Siemens widmete sein umfangreiches Lebenswerk der wissenschaftlichen Begründung der Elektrotechnik. Darüber hinaus lag ihm an der technischen Entwicklung des Alltages und nicht zuletzt an der Wirtschaft. Als Unternehmer trug er ebenso soziale Verantwortung.

So gründete er beispielsweise die "Siemens Pensionskasse" zu Altersvorsorge seiner Mitarbeiter. Besonders im sozialen Bereich führte der Werner von Siemens sozialpolitische Maßnahmen wie den Neun-Stunden-Tag ein, die wegweisend waren. Damit wollte er seine Mitarbeiter an das Unternehmen binden.

Werner von Siemens starb am 6. Dezember 1892 in Berlin.

Im Todesjahr zählte der Siemens-Konzern insgesamt 6.000 Mitarbeiter. Das Unternehmen Siemens ist heute in allen Erdteilen vertreten und hat etwa 75 Mal so viele Mitarbeiter.

Siemens hat sich zu einem führenden Weltkonzern entwickelt, der in seiner Angebotspalette innovative Lösungen für Elektrotechnik und Elektronik anbietet. Zu den Produkten zählen heute unzählige Anfertigungen von A bis V wie Antriebsaggregate bis zu Verkehrssystemen.

Quellenangaben:
Mit freundlichem Dank an:
Chrischan Behrens, 29.10.2002


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