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Coca Cola schießt sich auf China-Markt ein

Getränkekonzern will zwei Mrd. Dollar investieren

Coca-Cola scheitert in China

Coca-Cola scheitert in China

Der weltgrößte Getränkehersteller Coca Cola ist mit seiner geplanten China-Akquisition gescheitert. Bei der chinesischen Regierung ist der Softdrinkproduzent mit dem 2,4 Mrd. Dollar schweren Angebot für den Safthersteller Huiyuan Juice Group auf taube Ohren gestoßen. Wie das Handelsministerium in Peking heute, Mittwoch, mitteilte, soll durch die Entscheidung ein negativer Einfluss auf den Wettbewerb verhindert werden. Das chinesische Kartellamt habe eine zu große Marktmacht des US-Riesen befürchtet. So hätte der Konzern bei einer erfolgreichen Übernahme gemeinsam mit Huiyuan einen Marktanteil von über 20 Prozent am Fruchtsaftmarkt erreicht. In Form angekündigter China-Investitionen in Höhe von zwei Mrd. Dollar in den kommenden drei Jahren versucht Coca Cola den Wachstumsmarkt trotz des gescheiterten Deals weiter für sich zu öffnen. Der Weltbank zufolge fällt das chinesische Wirtschaftswachstum 2009 jedoch geringer aus als bislang angenommen.

Während die chinesische Regierung in diesem Jahr trotz Wirtschaftskrise mit einem Konjunkturwachstum von acht Prozent rechnet, hat die Weltbank ihre Prognose nunmehr weiter gesenkt. So geht das Institut angesichts des Weltwirtschaftsabschwungs nur mehr von einem Wachstum von 6,5 Prozent aus. Die sich eintrübenden Aussichten für die chinesische Konjunkturentwicklung haben die Meinung der Volksrepublik von einer Huiyuan-Akquisition durch Coca Cola verschlechtert. Experten nach versucht die Regierung die Turbulenzen mithilfe starker und im globalen Wettbewerb erfolgreicher chinesischer Marken zu überwinden. Nach ihrer Ansicht wäre der Coca-Cola-Deal dieser Strategie jedoch zuwider gelaufen. Darüber hinaus ist der US-Konzern aufgrund der Wirtschaftsentwicklung bei den eigenen Aktionären auf Widerstand gegen die Pläne gestoßen. Während die Weltmärkte verfallen, werde eine Huiyuan-Übernahme zunehmend teurer, meinten Kritiker.

Mit der Ablehnung des Coca-Cola-Angebots durch die Regierung der Volksrepublik wurde die bisher größte Akquisition eines chinesischen Unternehmens durch einen ausländischen Konzern verhindert. Für den Softdrinkhersteller wäre es der zweitgrößte Deal in der Firmengeschichte gewesen. Das chinesische Handelsministerium habe darin Gefahren für landeseigene Marken geortet, aus dem Markt gedrängt zu werden. In der Getränkeindustrie hätte die Übernahme zudem zu höheren Preisen für die Verbraucher führen können. In Verhandlungen mit Coca Cola über eine abgeschwächte und “weniger wettbewerbsschädliche” Variante des Deals sei man zu keinem zufriedenstellenden Ergebnis gekommen. Vonseiten des Getränkekonzerns liegt bisher keine Stellungnahme vor. Branchenkennern zufolge habe sich die Abweisung des Angebots jedoch bereits abgezeichnet.

Quellenangaben:

pressetext.deutschland, 18.03.2009

 
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