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Das neue Schwarzbuch Markenfirmen

Die Machenschaften der Weltkonzerne


Der Globalisierungsbestseller in überarbeiteter Neuauflage - mit neuen Vorwürfen, neuen Firmen und der Aufforderung zum politischen Engagement gegen skrupellose Konzerne und ihre korrupten Helfer

Mit über 100.000 verkauften Exemplaren und Übersetzungen ins Spanische, Holländische, Ungarische und Türkische (in Vorbereitung: Chinesisch und Koreanisch) ist das "Schwarzbuch Markenfirmen - Die Machenschaften der Weltkonzerne" von Klaus Werner und Hans Weiss das erfolgreichste Buch, das in den letzten Jahren im deutschen Sprachraum zum Thema Globalisierung verlegt wurde. Nun erscheint im Deuticke Verlag eine komplett überarbeitete Neuauflage des Bestsellers mit 60 zusätzlichen Seiten mit neuen Vorwürfen, neuen Firmenporträts, Hintergrundanalysen über politische Zusammenhänge und konkreten Handlungstipps für Konsumenten und Konsumentinnen.

Zahlreiche Firmen von Adidas über Bayer, Coca-Cola, Daimler Chrysler und Nestlé bis Wal-Mart verdanken ihre Profite den unterschiedlichsten Formen der Ausbeutung und der Missachtung von grundlegenden Rechten. Menschen und Lebensräume werden vergiftet, Regierungen erpresst, Krisen und bewaffnete Konflikte ungeniert ausgenützt oder sogar finanziert. Vor allem in den Billiglohnländern Afrikas, Asiens, Lateinamerikas und Osteuropas ist ausbeuterische Kinderarbeit an der Tagesordnung. Beliebte Weltmarken tolerieren Sklaverei, illegale Medikamentenversuche, Diskriminierung, Tierquälerei, Umweltzerstörung und die Verfolgung von Gewerkschaften und Kritikern.

Gleichzeitig setzen immer mehr Konsumenten und Konsumentinnen auf ethische Mindeststandards. Sie wollen keine Produkte mehr kaufen, bei deren Herstellung Kinder ausgebeutet werden oder ganze Völker ihre Lebensgrundlagen verlieren. Das bringt aber auch Verunsicherung: Was kann ich überhaupt noch kaufen? Und vor allem: Wer sind die "Bösen" unter den Marken, mit denen ich im Alltag zu tun habe? Das "Schwarzbuch Markenfirmen" ist der Versuch einer Antwort. Es kratzt am Image der erfolgreichsten Weltmarken und deckt auf, welche von ihnen am meisten Dreck am Stecken haben. Es zeigt aber auch, welche Macht die Konsumenten haben, um die Konzerne zu einer Änderung Ihrer Geschäftspraktiken zu zwingen.

"Das neue Schwarzbuch Markenfirmen" zeigt nun auch - neben einer Fülle von Aktualisierungen -, wie neoliberale Regierungen und internationale Organisationen wie die Welthandelsorganisation WTO die Interessen der Konzerne und ihrer Lobbyorganisationen vollziehen und dabei gesellschaftliche und demokratische Standards in Gefahr bringen. Darüber hinaus berichtet die Neuauflage über das gesellschaftliche Engagement der rasant wachsenden globalisierungskritischen Bewegungen und liefert zahlreiche Beispiele über wirksame Aktionsformen kritischer Konsumenten und Bürger.

Das neue Schwarzbuch Markenfirmen. Die Machenschaften der Weltkonzerne
Broschiert: 407 Seiten
Verlag: Deuticke im Zsolnay Verlag (2005)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3216307158
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Mehr als 50 Marken am Pranger

Detaillierte Porträts von über 50 bekannten Unternehmen samt Logo, Produktliste und wichtigen Firmendaten auf jeweils einer Doppelseite bilden den Kern des Buches. Sie zeigen, dass zwischen Image und Realität oft Welten liegen. Die Vorwürfe der Erstausgabe haben an Aktualität nichts verloren.

So wurde im März 2003 bekannt, dass Näherinnen für Nike und Adidas in Indonesien Löhne von nur zwei Euro am Tag erhalten. Sie seien gezwungen, ihre Kinder wegzuschicken, weil sie sie nicht mehr ernähren können. Arbeiterinnen, die sich unabhängigen Gewerkschaften anschließen, müssten Kündigung, Gefängnis oder physische Gewalt befürchten. Darüber hinaus ist von gefährlichen Arbeitsbedingungen und der sexuellen Diskriminierung von Frauen die Rede, die sich während der Menstruation vor Firmenärztinnen entblößen müssten, um ihre Blutungen zu beweisen. Im April 2002 wurde bekannt, dass für die Bananenkonzerne Chiquita, Del Monte und Dole in Ecuador 8- bis 13-jährige Kinder für 3,50 Euro am Tag arbeiteten. Sie waren giftigen Pestiziden ausgesetzt, mussten schwere Lasten tragen, tranken verschmutztes Wasser und wurden zum Teil sexuell missbraucht. Im Frühjahr 2003 wies eine Studie nach, dass Konzerne wie Bayer, Monsanto, Unilever und Syngenta von der Ausbeutung indischer Kinder in der Saatgutproduktion profitierten. Coca-Cola verunreinigte im Jahr 2003 große landwirtschaftliche Flächen in Indien mit hochgiftigen, krebserregenden Chemikalien. Außerdem hatte der extreme Wasserverbrauch eine Dürrekatastrophe für die lokalen Landwirte zur Folge. Bei Protesten gegen den Konzern wurden mehr als 300 Menschen verhaftet.

Bayer, ExxonMobil und Mattel

Anlässlich der Erstauflage des "Schwarzbuch Markenfirmen" nannten die Autoren als die subjektiven "Top drei" der "Hitliste der Bösen" die Konzerne Bayer, TotalFinaElf und McDonald's. Bayer finanziert unerlaubte Medikamentenversuche, bringt gefährliche Gifte in Umlauf und war einer der wichtigsten Geldgeber für den Handel mit blutigen Rohstoffen in der Demokratischen Republik Kongo, wo seit August 1998 ein Krieg tobt, der bereist mehr als 3,3 Millionen Menschenleben gefordert hat. Der Tankstellen-Multi TotalFinaElf (heute Total) ist fast überall dort aktiv, wo Menschenrechtsverletzungen und Erdölförderung zusammentreffen - etwa in Myanmar (Burma) Angola und Nigeria. Und McDonald's wurde nicht nur wegen der Folgen seines industriellen Fleischverbrauchs für Umwelt und Viehzucht kritisiert: Für die Herstellung von Spielwaren, mit denen der Hamburgerkonzern europäische Kinder in seine Restaurants lockt, wurden chinesische Kinder ausgebeutet.

In der Neuauflage bleibt Bayer unangefochten an der Spitze. "Nicht nur, weil dieser Konzern in allen Geschäftsfeldern - Chemie, Pharmazie, Agrobusiness und Rohstoffgewinnung - eine enorme destruktive Phantasie an den Tag legt, was die Missachtung ethischer Prinzipien betrifft", heißt es dazu im Vorwort. "Sondern auch, weil Bayers Kommunikationspolitik offenbar im 19. Jahrhundert stecken geblieben ist. Da wird vertuscht, dass einem die Haare zu Berge stehen." An die zweite Stelle tritt nun ExxonMobil. Während sich andere Ölfirmen zumindest da und dort um die Verbesserung menschenrechtlicher Standards bemühen und wenigstens halbherzige Umwelt- und Klimaschutzmaßnahmen ergreifen, ist der US-Ölmulti gegen Kritik offenbar immun. Immerhin darf er sich dafür der Unterstützung durch die derzeitige US-Präsidentschaft erfreuen. An dritter Stelle steht diesmal Mattel, dessen heile Welt der Barbie-Puppen auf der skrupellosen Ausbeutung chinesischer Arbeiterinnen beruht.

Neu: Korruption, Lobbying und WTO

Das "Schwarzbuch Markenfirmen" wirft auch ein Licht auf die Hintergründe von Profitgier und kommerziellem Missbrauch. Den Konsumfeldern Lebensmittel, Bekleidung, Kinderspielzeug, Elektronikgeräte, Medikamente, Treibstoffe und Banken ist jeweils ein Kapitel gewidmet. Hinzu kommt nun ein Kapitel über die korrupten Verflechtungen zwischen den Eliten aus Wirtschaft und Politik und das demokratiefeindliche Wirken von Welthandelsorganisation und Konzernlobbys sowie eine Fülle konkreter Handlungstipps und Beispiele, was jeder als Konsument und als engagierter Bürger tun kann, um die unterschiedlichen Formen von Ausbeutung und Neoliberalismus zu bekämpfen.

Zwei exklusiv recherchierte Kapitel ("Blut für Handys" und "Menschliche Versuchskaninchen") beruhen auf Undercover-Recherchen und Ermittlungen vor Ort. Die anderen basieren auf den Recherchen von Menschenrechtsgruppen, Gewerkschaften, kirchlichen Organisationen und kritischen Journalisten. Klaus Werner und Hans Weiss haben die massivsten Vorwürfe gesammelt, nachrecherchiert und aktualisiert. Wichtigstes Hilfsmittel war das Internet, in dem die Autoren bisher kaum beachtete Dokumente, aber auch die Geschäftsberichte der Konzerne selbst abrufen konnten, um sie kritisch auszuwerten und auf ihren Wahrheitsgehalt zu prüfen.

Das neue Schwarzbuch Markenfirmen. Die Machenschaften der Weltkonzerne
Broschiert: 407 Seiten
Verlag: Deuticke im Zsolnay Verlag (2005)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3216307158
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Quellenangaben:
Autoren: Klaus Werner, Hans Weiss
markenfirmen.com, 30.08.2003


 
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