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Alternatives Denken

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Die größte Werbeaktion aller Zeiten - Teil 4

Die Geschichte vom modernen Santa Claus

Von Günther Strauß

Der Weihnachtsmann ist ein Verkaufsfahrer

Bereits im Jahre 1903 entfernte Coca-Cola das immer wieder kritisierte Kokain aus ihrer Mixtur und ersetzte es durch Koffein. Coca-Cola war seit Anbeginn ein Getränk für Erwachsene. Jetzt öffnete sich endlich der Markt für die ganze Familie, doch Alljährlich, in den Wintermonaten brach das Geschäft der Getränkehersteller, so auch der Firma Coca-Cola ein. Die Menschen tranken lieber warme Getränke und keine eisgekühlten Limonaden. Dazu kam das fehlende Kokain in ihrer Mixtur, wodurch Coca-Cola Kunden verlor, die nun keine Notwendigkeit mehr sahen diese Getränk zu sich zu nehmen. Coca-Cola musste sich also etwas einfallen lassen.

Santa Claus wurde eingekleidet


Sundblom das Genie
Coca-Cola fasste den Entschluss, eine groß angelegte Werbeaktion zu starten. Imagewechsel und Neukundengewinnung. Ein Schwede, Haddon Sundblom erhielt 1931 den Auftrag ein Werbekampagne mit "Santa Claus" zu gestalten. Der Heilige, sollte Freude in die Familien bringen, indem er ihnen Coca-Cola gab. Coca-Cola für alle, Cola für Jung und Alt. Cola zu Weihnachten von einem vertrauenswürdigen Heiligen. Bis zu diesem Zeitpunkt trug "Santa Claus" noch keinen roten Mantel mit weißem Fell, keinen schwarzen breiten Gürtel und keine Schlappermütze.

Sundbloms zündende Idee kam, als er seinen pensionierten Kollegen Lou Prentice, einen Verkaufsfahrer, sah. Der behäbige, beleibte Mann mit weißem Vollbart war wie gemacht für die Figur des "Santa Claus". Aus den Firmenfarben Rot/Weiß, die Coca-Cola so unverwechselbar machten, wurde Santa nun eingekleidet. Bis zum Jahre 1966 zeichnete Sundblom 44 Bilder seines "Santa Claus", des Heiligen, der in dieser Form seine Erfindung war. Heute ist dieser Rot-Weiße Mann auf der ganzen Welt die wohl bekannteste Symbolfigur des kommerziellen Weihnachtsfestes.

Dieser Kluge Schachzug beeinflusst bis heute nicht nur die Vermarktung von Coca-Cola, nein längst haben unzählige andere Unternehmen, die Filmindustrie und Werbetreibende auf der ganzen Welt die Verbreitung des "Coca-Claus" übernommen. Ein Selbstläufer der Werbung ist entstanden.


Sundbloms erstes Plakat aus dem Jahre 1931
Hinzu kamen im Laufe der Zeit immer neue Geschichten über "Santa Claus". Man musste auf die Fragen der Kinder Antworten können. Wo lebt er, warum kann man ihn nicht besuchen, wie schafft er es in nur einer Nacht um die ganze Welt. Wie schafft er so viel Arbeit alleine? Diese und mehr immer und immer wieder gestellten Fragen sind jedem hinreichend bekannt - genauso die Antworten! Seine Heimat ist der Nordpol, er bereitet das ganze Jahr die Geschenke vor, kommt mit dem Schlitten und verteilt dann am Heiligen Abend die Geschenke über die Welt.

Kein Problem in ein abgeschlossenes Haus zu kommen wenn man den Kamin benutzt. Und natürlich besitzt "Santa Claus" auch jede Menge Helfer: Elfen, Kobolde und natürlich seine Rentiere. Was wäre der Weihnachtsmann ohne diese ganzen Helfer? Es ist klar, dass diese nicht von Anfang an den Weihnachtsmann begleiteten. Sie ergänzten immer wieder die Geschichten um den Heiligen mit dem weißen Bart, wurden dann einfach wieder von anderen übernommen und bilden zusammen mit Santa Claus das heutige Gemenge aus den verschiedensten Märchen und Erfindungen einiger phantasiebegabter Schreiber.


Quellenangaben:
Günther Strauß, 15.12.2003
gilthserano.de




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