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Lamborghini Gallardo Ein mutiger Stier
Der neue Lamborghini trägt den Namen eines mutig kämpfenden Stieres der renommierten Stierzucht Francisco Gallardo, wurde im 18. Jahrhundert auserwählt und von Don Antonio Miura vorbereitet. Wild, robust - schwarz oder grau - waren die Gallardo Stiere bekannt für ihren Mut, ihre Kraft und Agressivität bis zum letzten drittel der sogenannten corrida. Der
neue Lamborghini Gallardo ist ein Sportwagen mit Mittelmotor und
4-rad-Antrieb gemäss Lamborghini Tradition (?), angetrieben von
einem komplett neu entwickelten V10 Zylinder Lamborghini Motor
mit 5 Llitern Hubraum und einer eindrücklichen Leistung von 500
PS. Die Kraftübertragung wird über eine 6-Gang Schaltung mit konventionellen Schaltknüppel oder einem neuen sequentiellen Getriebe mit Schaltwippen am Lenkrad bestehen. Die Produktion des komplett neuen Lamborghini V10 Zylinder Motors hat bereits in den neu gebauten Fertigungslinien begonnen. Sie ist in der eigens aufgebauten Motorenfertigung der Fabrik in Sant'Agata Bolognese beheimatet.
Der Name
Seit Ferrucio Lamborghini - geboren im Zeichen des Stieres - vor vierzig Jahren Automobili Lamborghini gründete, ist der Stier das Markenzeichen des renommierten Automobilherstellers. Dieser Tradition ist die Marke treu geblieben. Auch der jüngste Spross aus Sant' Agata trägt den Namen einer Stierrasse: des Gallardo (gesprochen: Ga:jardo). Nur wenige wissen, dass die Kampfstiere in erster Linie von fünf Hauptrassen abstammen: Cabrera, Navarra, Vasqueña, Vistahermosa und Gallardo. Mittlerweile stammen neunzig Prozent der Kampfstiere vom Zweig Vistahermosa. Ausnahmen sind die Miura aus Navarra, heute der einzige reinblütige Zuchtbestand, und die Zuchtrasse "Partido de Resina" (früher "Pablo Romero"), die von den Gallardos abstammt. Traditionell galten diese Stiere völlig zu Recht als die schönsten Vertreter ihrer Rasse. Die Rasse der Gallardos entstand im XVIII. Jahrhundert und verdankt ihren Namen Francisco Gallardo und seinen Brüdern - Viehzüchtern aus Santa Maria in der Provinz Cadiz. Ihre Tiere schlugen sich in der Arena so hervorragend, dass die Brüder in den wichtigsten Plazas de Toros hoch angesehen waren. Auch wenn die Familie Gallardo als Schöpfer dieser wichtigen Kampfstierrasse gilt, ist überliefert, dass ihre Ursprünge weiter zurückreichen, nämlich bis zu den Kartäusermönchen von Jerez (Cadiz). Viehzüchter und Bauern mussten damals den so genannten Diezmos an die katholische Kirche entrichten, was bedeutete, dass die Kirche eines von zehn neuen Kälbern einer Herde erhielt. Bernardo
de Quiros, ein Priester aus Navarra, der in Rota (Cadiz) einen
Bauernhof besaß, nutzte seine guten Verbindungen zur Kirche, um
von den Dominikanern Kühe und Kälber zu kaufen. Jahre später
erwarben die Brüder Gallardo einen großen Teil ihres
Zuchtbestands von ihm. Nach Francisco Gallardos Tod verkauften seine Erben den Zuchtbestand in drei Teilen. Einer davon gelangte in die Hände von Juan Miura, einem Urahn der heutigen Besitzer der legendären Kampfstierzucht.
Der Motor
Der Lamborghini 90°-V-Motor mit 5 Litern, 10 Zylindern, je zwei oben liegenden Nockenwellen (DOHC), 500 PS und einem Drehmoment von 510 Nm ist das Herzstück der besonderen dynamischen Leistung des Lamborghini Gallardo. Statt
des klassischeren 72°-V entschied man sich wegen der geringeren
Motorhöhe für einen 90°-Winkel, weil dieser Vorteile
hinsichtlich des Layouts (z.B. niedrigere Motorhaube und bessere
Sicht nach hinten) und der Absenkung des Schwerpunkts bot (d.h.
bessere Fahrzeugdynamik). Die Trockensumpfschmierung sorgt nicht nur für korrekte Schmierung selbst unter extremen Fahrbedingungen, sondern erlaubt auch eine weitere Tieferlegung des Schwerpunkts. Das Drehmoment ist über den gesamten Drehzahlbereich enorm hoch. Dazu wird die Ladeeffizienz bei verschiedenen Drehzahlen durch die exakte Definition der Gasdynamik in Ansaug- und Abgastrakt erhöht. Deren Wirkung wird durch einen Ansaugkrümmer mit veränderlicher Geometrie und eine kontinuierlich variable Ventilsteuerung (ansaug- und abgasseitig) gesteuert. Während die variable Geometrie (die als "variable Länge" definiert werden kann) für die optimale Grundcharakteristik der Gasdynamik sowohl bei niedrigen (langer Ansaugweg) als auch bei hohen Drehzahlen (kurzer Ansaugweg) sorgt, garantiert die variable Ventilsteuerung, dass sich die Ventile über den gesamten Drehzahlbereich hinweg zum optimalen Zeitpunkt öffnen und schließen. Zum Beispiel schließt das Einlassventil bei niedrigen Drehzahlen früher und bei hohen später, um die positiven Druckimpulsspitzen an den Einlassventilen zu nutzen. So
wird das maximale Drehmoment von 510 Nm bei 4.500/min erreicht,
wobei 80 % dieses Höchstwertes schon bei nur 1.500/min
anliegen. Die Gassteuerung geschieht über ein Drive-by-Wire-System mit zwei elektronisch gesteuerten Drosselklappen.
Zusammenfassung:
Quelle:Text: Lamborghini Fotos: Lamborghini Erstellt: 17.03.2003
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