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McLaren F1 Absolut Gigantisch
Manche Leute mag es verwundern, doch dieser Renner besitzt wirklich eine Straßenzulassung. Mit seinem V12 Motor schafft es der McLaren auf eine Spitzengeschwindigkeit von 368 Km/h. Der Wahnsinn, wenn man bedenkt wie voll unsere Autobahnen sind. Aber machen Sie sich da mal keine Sorgen, denn die wenigen Exemplare die auf diesem Planeten verteilt sind (100 Exemplare wurde von 1994 bis 1997 gebaut) werden mit bis zu 1,5 Mio. Euro gehandelt. Selbst der Ferrari F50 oder der Porsche GT1 sehen neben diesem Straßenflitzer nicht so toll aus. Der F1 ist und bleibt das schnellste Auto mit Straßenzulassung. Also, ein wahres "Traum"-Auto.
Die Geschichte:
McLaren-Entwickler Gordon Murray hegte Anfang der 90er Jahre einen Traum. Er wollte den ultimativen Straßensportwagen bauen. Nachdem er die Erlaubnis von McLaren-Teamchef Ron Dennis eingeholt hatte, begann er mit der Verwirklichung seiner Vision.
McLaren entwickelte fünf Prototypen des F1, bevor sie den ersten McLaren F1 im Jahre 1994 zusammenbauten. Es gab XP1 (der experimentelle Prototyp 1), zerstört in einem Feuer nach drei Monaten; XP2, verwendet für die Abbruchprüfung; XP3, verwendet für die prüfende und der Durchlauf Haltbarkeit 231 MPH Nardo; XP4 und XP5, ein Marketing-Abteilungsauto.
Viele mechanische Bauteile wie Bremsen, Räder und Teile des Motors griffen auf exotische Metalle wie Aluminium, Magnesium und Titan zurück. Es wurde dadurch möglich, das Leergewicht bei weniger als 1100 kg anzusiedeln. Den Grundstein der Konstruktion legte deshalb ein Kohlefasermonocoque, dass für Carbon-Vorreiter McLaren eine logische Fortführung der Bauweise von Grand-Prix-Rennwagen war. Auch das Karosseriekonzept lehnt an Formel-Rennwagen an. Der Fahrer sitzt in der Mitte, die beiden Beifahrer nehmen zu seinen Seiten nach hinten versetzt Platz.
Der V12 Motor des Boliden stammt von BMW und ist hinter dem Sitz installiert. Bei der Maschine handelt es sich um eine stark modifizierte Version des BMW Zwölfzylinders, der im 850 CSi zum Einsatz kam. 627 PS bei 266 kg ist die die unglaubliche Leistung dieses Motors. Er schafft es den F1 in nur 3,3 Sec. auf 100 Km/h und in 9,4 Sec. auf 200 Km/h zu beschleunigen. Das gewaltige Drehmoment von 650 Nm ist für so ein Triebwerk nicht minder beeindruckend und liegt konstant zwischen 4000 und 7000 Umdrehungen.
6,0 Sekunden von 100 auf 200 km/h, 9,0 Sekunden von 200 auf 280 und Spitze 368 Km/h. Diese Zahlen lassen staunende Gesichter zurück. Auf einer Teststrecke wurde im Jahre 1998 sogar einmal eine Spitzengeschwindigkeit von 388 Km/h gemessen.
Das Fahrwerk, das diese Zahlen auf die Strasse zaubert besitzt kurze Überhänge, eine dem Rennsport entliehene Radaufhängung und ein wohlausgesuchtes Feder-Dämpfer-System sorgen darüber hinaus für hervorragende Handlichkeit bei hoher Fahrstabilität. Die Bremsanlage fordert den Fahrer heraus. Auf elektronische Unterstützung muss verzichtet werden. Selbst bei optimaler Verzögerung dauert eine Vollbremsung aus der Höchstgeschwindigkeit über 9 Sekunden und geht über fast 500 Meter.
Der F1 fühlte sich auf Rennstrecken so richtig zu Hause, es war seine Heimat. So holte das McLaren Team 1995 den Gesamtsieg der 24 Stunden von Le Mans. Von den 100 gebauten Stück wurden ca. 50 für Autorennen verwendet und die andere Hälfte ging an zahlungskräftige Käufer in aller Welt.
Der McLaren F1 ist ein "Über"-Auto. Das Fahrzeug ist eine gänzlich andere Ebene, ja sogar eine gänzlich andere Welt, des Automobilbaus. Anders als bei einem Porsche oder Ferrari spiegelt der Preis für so einen Wagen nicht die hohen Produktionskosten, sondern die hier verwendeten Materialien und die Meisterleistung eines Produktionsteams wieder, wie es wohl unvergleichbar sein dürfte.
Quelle:Text: Gilth Serano (teils Klaus Reimert) Fotos: McLaren Erstellt: 14.11.2003
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