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Ausweg aus dem Treibhaus

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Eine Brücke zwischen den Kulturen

„Brot für die Welt“ und Stuttgarter Bühnen veranstalten Theaterfestival

Theater Gloabl Foto (c) Brot für die Welt

Theater Gloabl Foto (c) Brot für die Welt

Die evangelische Hilfsaktion „Brot für die Welt“ feiert ihr 50. Jubiläum. Da wird es Zeit für „Großes Theater“. Aus diesem Anlass findet vom 10. bis 16. Mai 2009 in Stuttgart das Theaterfestival „Theater Global“ statt. Zu Gast beim Festival sind „Pessoa Comum” (Brasilien), „Red Juvenil” (Kolumbien), „Chindu” (Indien), die „Metsweding Theatre Group” (Namibia) und „Peta” (Philippinen). Auch die gastgebenden Theater – das Junge Ensemble Stuttgart (JES), das Theater tri-bühne, das FITZ! Zentrum für Figurentheater sowie das teatro piccolo – zeigen eigene Produktionen zum Festivalmotto. Das Theaterfestival steht unter der Schirmherrschaft von Stuttgarts Oberbürgermeister Dr. Wolfgang Schuster.

„Brot für die Welt“ will im Rahmen seines Jubiläums eine Brücke zwischen den Kulturen schlagen: „Das Festival bietet eine einmalige Gelegenheit, einen Blick auf unsere globalisierte und in ihren Gegensätzen so reiche Welt zu werfen“, sagt der Koordinator Theater Global für „Brot für die Welt“, Lutz Sonius. Hierzulande werden Länder des Südens oft nur als Orte von Armut, Hunger und Konflikten wahrgenommen. Doch in der persönlichen Begegnung erschließen sich Kulturen und vor allem Menschen mit ihrem Reichtum an Begabungen, Werten und Kreativität.

Einen Eindruck davon geben die von „Brot für die Welt“ eingeladenen Theatergruppen aus vier Kontinenten. Sie sind alle aus Projekten hervorgegangen, die „Brot für die Welt“ fördert. „Pessoa Commun“ von der Partnerorganisation CRIA aus Brasilien stellt Identität, Heimat und Tradition im Schmelztiegel Salvador de Bahia dar. „Red Juvenil“ aus Kolumbien greift gewaltlosen Widerstand in einem von Gewalt zerrissenen Land auf. „Chindu“ aus Indien thematisiert den Kampf der „Dalit“, der Kaste der Unberührbaren, gegen Diskriminierung und Ausgrenzung. Die „Medsweding Theater Group“ aus Namibia sieht Theaterspiel als Mittel von Persönlichkeitsbildung und Verbesserung der Berufschancen arbeitsloser Jugendlicher vom Land. Und „Peta“ von den Philippinen zeigt die Migration in Megastädte und ihre Ursachen wie Armut, Korruption oder Gewalt.

Auch die gastgebenden Theater JES, FITZ!, tri-bühne und teatro piccolo zeigen eigene Produktionen. JES präsentiert das Tanztheater „Noch 5 Minuten“ mit Jugendlichen und professionellen Darstellern, im FITZ! ist „Im Dorf der Hexer“ zu sehen, ein Figurentheaterstück für Kinder ab 10 Jahren. Das teatro piccolo zeigt im Rahmen des Festivals sein neues Stück „Gelati und andere Eiszeiten“und in der tri-bühne läuft „Antigone“ von Sophokles/Révay unter den Bedingungen des ökonomisierten und globalisierten 21. Jahrhunderts.

Quellenangaben:

Brot für die Welt, 04.05.2009

 
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