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Gandhi, Mahatma

Gandhi, Mahatma

Gandhi, die große Seele Indiens, Vorbild einer ganzen Nation, gewaltloser Kämpfer und zu Lebzeiten schon eine Legende. Lesen sie hier die Kurzubiografie von Mahatma Gandhi mit den wichtisten Station und Ereignissen in seinem Leben.

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Interview mit Cris Como (Teil 1)


Cris Cosmo

Warum bist du kein typischer Deutscher?

Cris: Ich bin klein, habe dunkle Haare, ich tanze spontan und exzessiv, Ich trage meine Flip Flops ohne Socken, Duze sofort alles und jeden, trinke mein Bier alkoholfrei, ich lache und lächle viel, Grüße jeden, der mir auf der Straße entgegenkommt und versuche an allem eher das Positive, als das Negative zu sehen. Ich bin überzeugt davon, dass man jeden nur erdenklichen Beruf ergreifen kann und davon erfüllt leben kann. Ich blicke hoffnungsvoll in die Zukunft.

Und warum bist du ein typischer Deutscher?

Cris: Ich liebe die deutsche Küche (wie die meisten Küchen dieser Welt), deutsches Brot, deutsches Bier, Brezeln, Brötchen, Knödel, Sauerkraut, Nürnberger & Thüringer Rostbratwürste. Auf mein Wort kannst Du Dich verlassen. Bis auf meine obligatorische Viertelstunde bin ich pünktlich, ich bin loyal, offen, ehrlich, direkt, aufrichtig und ein Mann von Ehre. Ich gehe im Januar mit meiner Frau und den Kindern in all-inclusive Urlaub auf die Kanaren.

Reisen bedeutet für mich...

Cris: ...nicht all-inclusive Urlaub auf den Kanaren. Sondern in erster Linie unabhängig unterwegs zu sein, der Reise die Chance zu geben, einen wohin mitzunehmen, wo man noch niemals war. Lokal, mental und emotional. Reisen bedeutet für mich das Gefühl und der Geschmack des Neuen. Der Sound von neuen Sprachen oder Dialekten, eigene Mode- und Szenewörter, die kreativ genau treffen, was man sonst umschreiben muss. Und Begegnungen mit herzensguten Menschen um den Globus.

Nach Hause kommen bedeutet für mich...

Cris: Endlich meine Frau und unsere Kinder wieder zu sehen und Zeit mit ihnen zu verbringen. Nach Möglichkeit Capoeira zu trainieren oder zu spielen, Wäsche zu waschen, aufzuräumen, Papierkram erledigen, viele Emails schreiben. Früh morgens joggen und evtl. trainieren mit den Jungs aus der Nachbarschaft. Die Kinder mit dem Fahrrad in die Kindergärten bringen. Nachts, wenn das Haus still ist, an Texten zu basteln & Gitarre zu spielen.

Wenn du einen anderen Beruf außer Musiker wählen müsstest, welcher wäre das?

Cris: Hm.. Ich bin ein guter Manager und könnte das im Musikbereich wohl sicher gut zum Leben machen. Aber ich denke, ich würde etwas tun, was mehr Spaß macht. Meeresbiologe, spezialisiert auf die Gewässer von Südseeinseln zum Beispiel.




Rauchst du Cubanische Zigarren und ißt Chiquita-Bananen?

Cris: (lacht) also Zigarren habe ich noch nie gemocht. Ich bin schon sehr lange nikotinabhängig, habe gerade mal wieder aufgehört (dieses Mal klappt’s aber sicher). Bananen esse ich tatsächlich gerne.
Die cubanischen Zigarren und die Chiquita Bananen stammen aus dem sarkastischen Song “Völkerverständigung”. Die meisten cubanischen Zigarren werden für einen Hungerlohn von der Bevölkerung vor Ort gerollt, viele der Arbeiter werden krank davon. Der Obsthandel aus Übersee arbeitet natürlich auch oft mit unmenschlichen Methoden. Ich würde von der Chiquita abraten und Bio empfehlen, wenn man es sich leisten kann.

Ach, und gehst zu McDonalds?

Cris: Ich versuche es zu vermeiden, soweit es geht. Abgesehen davon, dass jeder weiss, dass McDonalds ein korrupter Konzern ist, der Menschen ausbeutet, Die Wälder abholzt, Tiere in Massen schlachtet und die regionale Küche verdrängt, ist das Essen dort ja auch nicht gerade gesund, für mich persönlich heisst das, mir geht es danach einfach nicht so gut, als wenn ich etwas “Richtiges” esse. Leider haben sich die Burgerketten inzwischen schon so weit ausgebreitet, dass ich in Zeiten mit enorm vielen Stunden auf der Autobahn manchmal gar keine Alternative habe, wenn mein Magen knurrt.

Ist Capoeira nur ein Sport oder ein Lebensgefühl?

Cris: Hm... Das ist schon mehr als nur ein Sport, allerdings ist mein Leben die Musik und Capoeira eben leider doch nur ein Hobby. Für mich ist Capoeira in erster Linie eine ganzheitliches Körpertrainingsmethode, die interaktiv mit anderen funktioniert. Capoeira ist ein kreatives Ganzkörperspiel, das aus den Bausteinen Kampf, Tanz, Perkussion und Gesang, Texten in Portugiesischer Sprache, Improviation, Schauspiel, Respekt, Philosphie, Historie besteht. Viele Der Capoeira Songs sind wirklich toll geschrieben. Die inspirieren mich auch zum Teil sehr. Für mich ist es toll, für ein paar Stunden meinem “Alltag” zu entfliehen und mich auf die Beats und auf den Körper und die Sequenzen oder das Spiel an sich zu konzentrieren. Das erdet.

Du machst Capoeira, warum und wie bist du dazu gekommen?

Cris: Die Antwort auf warum: s.o. Mir hat in meiner Jugend mal vor meinem Stammclub einer davon erzählt und meinte, das würde sicher super zu mir passen. In Brasilien habe ich dann die Jinga (Grundschritt der Capoeira) gelernt und habe Leute spielen und Kids am Strand Sprünge trainieren sehen. Zurück in Deutschland habe ich mich umgehört und in Karlsruhe angefangen zu trainieren. Inzwischen bin ich seit zen Jahren dabei.

Was ist dein bleibendster Eindruck aus Lateinamerika

Cris: Die Einfachheit der Dinge.

Warum ist lateinamerikanische Musik besser als deutscher Schlager?

Cris: Ist sie oft nicht.

Warum bist du ein Kosmopolit?

Cris: Weil ich mich dafür entschieden habe, einer zu sein. Ich interessiere mich einfach für andere Kulturen und Sprachen. Ich liebe es, mich mit Menschen aus einem fremden Land zu unterhalten und seine Sicht der Dinge zu verstehen. Mich faszinieren unsere Gemeinsamkeiten und Unterschiede. Ich will mich tatsächlich wie im Song “Cosmopolit” weiterbilden, Eigenschaften von allen Kulturen annehmen und so über mich hinaus wachsen.

Denkst du Musik kann die Welt verändern?

Cris: Ich bin überzeugt davon. Das tut sie doch die ganze Zeit. Musik beeinflusst unsere Stimmung so stark wie sonst höchstens noch das Wetter. Tag für Tag beeinflussen sich die Menschen bewusst und unbewusst mit Musik. ALLE hören Musik um den Globus. Natürlich verändert sie die Welt. Zu mir – und mein Einfluss hält sich ja schliesslich noch wirklich in Grenzen – kommen Menschen, die sagen: Cris Cosmo, ich habe nen Song von Dir gehört und endlich mein Leben verändert. Danke. Das ist dann zwar etwas seltsam, ich fühle mich nicht so ganz wie Jesus, aber, ich bin Zeuge: Musik kann die Welt verändern.





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