Die Etikette - Benimmregeln
Stil, Umgangsformen und gutes Benehmen
Beispiel 2: Business
3 kurze Beispiele aus: Der Ton macht die Musik
25 Tipps für den Umgang im Geschäftsleben in Deutschland
Das komplette Angebot "Der Ton macht die Musik" finden Sie unter:
Business Etikette in Deutschland
Einleitung:
Besonders im Berufsleben werden korrekte Umgangsformen und angemessenes Auftreten erwartet. Wissen Sie in jeder Situation, wie Sie sich taktvoll und stilsicher verhalten?
Höflichkeit, Rücksichtnahme und natürliche Souveränität gelten als gute Umgangsformen.
Wer seinem Gesprächspartner das Wort abschneidet, vorlaut oder unpassend gekleidet ist, sich bei Tisch schlecht benimmt oder ungeeignete Grußformeln benutzt, baut leichtfertig unnötige Barrieren auf.
Gewandtes Auftreten, sicherer Umgang mit Kollegen und Kunden, schwierige Situationen souverän meistern, der gute Ton in Brief und E-mail, Tischkultur - dies sind wichtige Themen, zu denen Sie hier Tipps finden. So können Sie von vorneherein unangenehme Situationen vermeiden und kommen Sie auch mit unvorhergesehenen Situationen und in allen Gesellschaftskreisen sicher und mit Stil zurecht.
Begrüßung: Was sage ich?
Schaffen Sie von Anfang an bei anderen positive Gefühle. Jemand, der zur Begrüßung um den Schreibtisch herumgeht und der Besucherin /dem Besucher entgegen kommt, drückt wortlos aus: "Ich möchte Ihnen näher kommen, als der Schreibtisch zwischen uns es erlauben würde. Ich möchte ohne Hindernis und in nicht zu großem Abstand die Kommunikation mit Ihnen aufnehmen." Zwar nimmt der andere dieses Entgegenkommen meist nur unbewusst wahr, aber es hilft trotzdem, eine angenehme Gesprächsatmosphäre vorzubereiten. Sollten Sie zum Zeitpunkt des Eintretens eines Gastes anderweitig beschäftigt sein, unterbrechen Sie die derzeitige Arbeit und wenden Sie sich ihm sofort zu. Ist das nicht möglich, so nehmen Sie zumindest sofort Blickkontakt auf. Winken Sie Ihren Gast herein oder deuten Sie auf einen Stuhl, das wird als einladende, positive Geste wahrgenommen.
Spezielle Fragen:
"Guten Tag" als Begrüßungsformel hört man häufig, manche sagen auch "Grüß Gott". Wo ist da der Unterschied? Was benutze ich wo?
"Grüß Gott" sagt man in Bayern und Baden Württemberg, in der Schweiz und in Österreich. Im übrigen Deutschland benutzt man "Guten Tag". Verwendet jemand "Guten Tag", wo es nicht die allgemein übliche Begrüßung ist, so wird er als Auswärtiger eingestuft. Gerade wenn Deutsche mit Deutschen zusammentreffen, ist nicht selten der erste Kontakt von Vorurteilen begleitet, die eine Barriere sein können. Begegneten zum Beispiel früher die Hamburger den Münchnern mit Vorbehalten, so sind heute, einige Jahre nach der "deutsch-deutschen Vereinigung", die Ressentiments zwischen Ost- und Westdeutschen noch immer stark ausgeprägt.
Benutzt ein Norddeutscher oder Ausländer "Grüß Gott", so macht er als "Insider" auf sich aufmerksam, sollte allerdings dann auch zeigen können, dass er mit den regionalen Besonderheiten bestens vertraut ist. Sonst wirkt es unter Umständen aufgesetzt. In West- Nord- und Ostdeutschland sollte man keinesfalls "Grüß Gott" sagen, denn man lässt damit absolute Unkenntnis erkennen, was eher zu Missverständnissen führt. In der Schweiz und Österreich kann man "Grüß Gott" oder "Guten Tag" sagen, denn schon beim ersten Satz merkt sowieso jeder, ob einer aus der Region kommt oder nicht.
Wird die Hand beim Grüßen, Begrüßen und Reden aus der Hosen-/Jackentasche genommen?
Ja, immer! Die Hand in der Tasche zu behalten wirkt arrogant. Oftmals will der Redner damit salopp und locker wirken, was aber von den meisten als Unsicherheit gewertet wird.
Führen die Deutschen gerne Small Talk?
Ja und nein! Im Allgemeinen lieben es die deutschen Manager, schnell zum Thema zu kommen. Wer sich bereits etwas kennt, beschränkt das Small Talk auf ein paar wenige einleitende Sätze. Wer sich in entspannter Atmosphäre, beispielsweise zum Essen, trifft, plaudert über Gegebenheiten des Alltags. Verpönt ist dabei allerdings über Familie oder Politik zu sprechen. Sachthemen wie Autos, Verkehr, Erlebnisse im Urlaub, Städte und Reisen sind das ist unverbindlich und daher beliebt.
Wird die Ehefrau eines Doktors mit "Frau Doktor" angeredet, wenn sie nicht selbst promoviert hat?
In Deutschland nein! In Österreich ja! Niemand promoviert durch Heirat. Was in Deutschland daher lächerlich wirkt, gehört in Österreich zum Alltag.
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Business Etikette in Deutschland
Quelle:
Mit freundlichem Dank an:
Gretchen Schaupp, Joachim Graff
Business Etikette in Deutschland, 05.02.2003
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